Der Praxistag für alle neunten Klassen

Seit dem Schuljahr 2009/2010 findet in unseren 9. Klassen wieder ein Praxistag statt. Dabei besuchen die Schülerinnen und Schüler während des ganzen Schuljahrs immer einen ausgewählten Betrieb und gewinnen so auf kontinuierliche Art und Weise wichtige Einblicke in die berufliche Arbeitswelt.

Um die dabei versäumten Unterrichtsstunden nachzuholen nehmen diese Schülerinnen und Schüler verpflichtend an einem speziellen Ganztagsangebot teil.

 

Weitere Informationen gibt es auch auf den Seiten des Bildungsservers Rheinland-Pfalz.

 

 

 

Vertiefte Berufsorientierung in der Klasse 7/8


In der Klasse 7 und 8 der Jakob-Weber-Schule wird im Schuljahr 2014/2015 ab Mitte Mai durch die gemeinnützige Gesellschaft des Club-Aktiv das Projekt der vertieften Berufsorientierung angeboten.

Die vertiefte Berufsorientierung ist ein aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Agentur für Arbeit finanziertes Projekt, in dem Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben Kompetenzen zu erwerben, die für ihre spätere Berufslaufbahn entscheidend sind. Es werden innerhalb des Projektes nicht nur unterschiedliche Berufe thematisiert sondern auch Fähigkeiten, wie Teamfähigkeit, Medienkompetenz und Kritikfähigkeit trainiert. Die Themen wurden in Absprache mit der Schul- und Klassenleitung gewählt.

Ein weiteres wichtiges Thema ist Europa, wobei den Schülern unter anderem Länder- und Flaggenkunde vermittelt wird.

Die Schüler erfahren in Gruppenarbeit, durch Filme und in Bearbeitung von Arbeitsblättern und anderen Aufgaben, auf was für Stärken es in Berufen ankommt und wie sie sich auf die Berufswelt vorbereiten können. Die Inhalte sind für das Niveau einer Förderschule gestaltet und werden für die einzelnen Teilnehmer individuell angepasst. Die erworbenen Kompetenzen werden direkt mit Praktika und Ausbildungsmöglichkeiten in Verbindung gesetzt.

Die Schüler lernen Berufe kennen und können so ihre Zukunft besser gestalten und sich auf Ausbildungsmöglichkeiten und andere Optionen nach der Schule vorbereiten.

Kooperation mit der HWK Kaiserslautern

 

Ein weiterer Baustein im Rahmen des Praxistags ist die Kooperation mit außerschulischen Partnern, in unserem Fall mit der HWK Kaiserslautern.

Die neunten Klassen erhalten einmal jährlich die Möglichkeit, sich innerhalb des Klassenverbandes an einem Tag bei der Handwerkskammer in Kaiserslautern verschiedene Berufsbilder anzuschauen, sich dort beraten zu lassen und einen Einblick in den überbetrieblichen Teil der Ausbildung zu erlangen.

Darüber hinaus bot die Handwerkskammer interessierten Schülern im Jahr 2012/2013 ein einwöchiges Praktikum an, die Schüler besuchten für eine Woche die Handwerkskammer in Kaiserslautern und arbeiteten dort ganztags in den von ihnen gewählten Berufsbildern mit.

Durch diese Kooperation erhalten die Schüler die Möglichkeit, sich selbst zu erproben und auch für den betreuenden Lehrer ist es wichtig, ein Feedback hinsichtlich der Eignung des jeweiligen Schülers für den gewählten Beruf zu erhalten.

Außerdem erhielten im letzten Durchgang viele Schüler einen zusätzlichen Motivationsschub, bei entsprechender Eignung das 10. Schuljahr zu absolvieren, um die Berufsreife zu erlangen und nach Beendigung der Schule eine Ausbildung zu beginnen.

 

 

 

Schüler berichten vom Praxistag

 

Ich arbeite beim Zoobahnhof in Landstuhl und bin seit dem 17.05.2013 dort.

 

Meine Arbeitszeiten sind von 9:30 Uhr bis 16:30 Uhr, mein Betreuer ist Mathias Reimertshofer, er ist auch der Besitzer des Ladens.

 

Ich arbeite dort als Verkäuferin, zu meinen Aufgaben gehören folgende Tätigkeiten: Ich muss die Tiergehege säubern und die Tiere füttern, Vertrauen zu den Tieren aufbauen und die Kunden beraten.

 

Ein Tag läuft folgendermaßen ab: Um 9:30 Uhr wird der Laden geöffnet, danach schaut man nach den Fischen, dann nach denn anderen Tieren, wenn tote Tiere dabei sind, holt man sie raus.

 

Nachdem das getan ist, macht man die Gehege sauber und gibt den Tieren frisches Wasser und Futter. Man sollte sich nicht so sehr an ein Tier gewöhnen, denn wenn es verkauft wird, leidet man darunter.

 

Wenn diese Dinge erledigt sind, hat man andere Dinge zu tun, z.B. Lieferungen ausräumen oder Staub wischen. Wenn wir eine Lieferung von Fischen bekommen, müssen wir ganz vorsichtig damit umgehen, weil es sein kann, dass die Tüte reißt und die Fische auf dem Boden liegen.

 

Man muss auch Kunden beraten.

 

Ich gehe manchmal noch für eine Mitarbeiterin einkaufen für ihre Pause, in meiner Pause gehe ich nach Hause.

 

Ich habe eine Stunde Mittagspause, wenn meine Pause vorbei ich, komme ich pünktlich wieder zur Arbeit.

 

Wenn nicht so viel zu tun ist, wische ich Staub. Wenn ich fertig bin, schaue ich nochmal nach den Tieren und nehme zum Beispiel mal eine Maus auf die Hand oder streichle die Tiere, damit sie Zuwendung kriegen, das ist wichtig für sie.

 

Um 16:30 Uhr habe ich Feierabend, bevor ich gehe, schaue ich noch mal nach den Tieren.

 

Ich habe mir diesen Beruf ausgesucht, weil ich gerne mit Tieren was zu tun habe und gerne Kunden berate. Man sollte sich mit Tieren auskennen, und Kunden beraten, man sollte freundlich sein und hilfsbereit, man braucht für eine Ausbildung den Hauptschulabschluss.

 

Der Praxistag hat mir bisher was gebracht, da ich mich jetzt noch besser mit Tieren auskenne und die Kunden besser beraten kann.

 

 

Sarah Orlowsky

 

 

 

 

 

 

Ich mache mein Praktikum beim Frisörsalon Jürgen Berberich. Der Salon ist in Landstuhl in der Schulstraße 4.

 

Ich bin seit 2012 bis 2013 in meinem Praktikum. Meine Arbeitszeiten sind von 8.00 Uhr bis 15.30 Uhr. Meine Betreuerin heißt Kerstin Lodziewski. Es sind 3 Mitarbeiter im Geschäft. Eine Mitarbeiterin davon arbeitet nur Freitag und Samstag. Das Geschäft hat von 8.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Der Frisörsalon besteht seit 81Jahren.

 

Es gibt zwei verschiedene Seiten. Eine Seite für Herren, die andere für Damen. Auf der Herrenseite bekommen nur Männer die Haare geschnitten und auf der Damenseite werden nur die Haare von den Frauen geschnitten. Die Firma hat leider keine Homepage.

 

Zu meinen Tätigkeiten gehört es, Haare zu waschen und die Haare wegzufegen. Ich bin dafür zuständig, die Handtücher zu waschen und wieder einzuräumen und im Salon sauber zu machen.

 

Während meines Praktikums schaue ich öfter zu, wie Kunden die Haare gewaschen und geschnitten bekommen.

 

Ich habe mir den Beruf Frisör ausgesucht, weil ich gerne mit Kunden zusammenarbeite. Mein Praxistag hat mir bisher etwas gebracht, weil ich sehe, wie es ist, den ganzen Tag zu stehen, wie man mit den Kunden umgeht und welche Farbprodukte es gibt. Eine Ausbildung in diesem Betrieb ist leider nicht möglich, da der Inhaber zu alt ist. Trotzdem strebe ich in diesem Beruf eine Ausbildung an.

 

  

Eileen Bohn

 

 

 

 

 

Schuljahr 2012/2013

 

Ich mache mein Tagespraktikum in Michaels Floristenwerstatt in Landstuhl, dort bin ich jeden Mittwoch. Meine Arbeitszeit ist von acht bis achtzehn Uhr und Mittagspause habe ich von 11:30 Uhr-13:00 Uhr. Der Betreuer heißt Herr Fehlhaber und er ist auch der Chef. Herr Fehlhaber hat sich selbständig gemacht, er ist Betriebsleiter von Michaels Floristenwerkstatt. Das Geschäft besteht seit 5 Jahren.

Ich arbeite als Floristin, dazu gehört es, sich um die Blumen zu kümmern, Gestecke anzufertigen, Visitenkarten, Blätter oder Stöcke anzudrahten.

Als Florist muss man Vorbereitungen für Hochzeiten, Valentinstag, Weihnachten und Nikolaus machen. Bei Hochzeiten kümmert man sich zum Beispiel darum, Gestecke, Sträuße und Tischdekoration herzustellen. Ein Tag als Florist ist abwechslungsreich, manchmal kommen mehr Kunden an einem Tag als an anderen Tagen.

Ich habe mir diesen Beruf ausgesucht, weil ich gerne mit Blumen arbeite. Ein Florist muss belastbar sein und ordentlich mit den Blumen umgehen können. Man muss kreativ sein und gute Ideen haben. Das Praktikum hat mir was gebracht, da ich Neues über Pflanzen und Blumen gelernt habe. Ich weiß noch nicht, ob ich Floristin werden will oder ob ich lieber in den Bereich des Zierpflanzenbaus gehen möchte.

 

Pia Maurer

 

 

Der Laden
Der Laden

 

Mein Praktikumsbetrieb

 

Ich arbeite als Anlagenmechaniker – Sanitär- Heizungs- Klimatechnik. Der Betrieb heißt Rolf Müller Wasser und Wärme und ist in Miesenbach in der Kottweilerstraße 19.

 

Die Firmengeschichte: Ursprünglich gründeten 1921 Otto Müller und dessen Ehefrau Luise ein Fachgeschäft für Haushaltswaren und Öfen. 1964 übernahm Bruno Müller das Unternehmen mit dem Schwerpunkt Heizungs- und Sanitärinstallationen.

 

2003 übernahm wiederum der Sohn von Bruno, Rolf Müller den Betrieb.

 

In dem Betrieb arbeiten 4 Gesellen, 2 Azubis und eine Bürokraft.

 

Ich arbeite dort seit 28. Februar 2013. Die Arbeit beginnt um 8:00 Uhr und endet um 16:00 Uhr. Ich werde von Herrn Müller betreut. Zu dem Beruf Anlagenmechaniker - Sanitär- Heizungs- und Klimatechnik gehört das Warten und der Einbau von Heizungen und auch das Einbauen von Bädern. Ein Tag im Betrieb läuft meistens so ab, dass wir uns morgens unsere Aufträge im Büro abholen und den ganzen Tag unterwegs sind. Ich arbeite mit Herrn Müller zusammen und mache den ganzen Tag Wartungen an Öl-, Gas- und Pelletsheizungen, das heißt, wir säubern die Brennkammern und machen auch eine CO2Messung. Ich habe mir diesen Beruf ausgesucht, weil ich gerne einen Bauberuf ausüben möchte und mich für technische Dinge interessiere. Man muss körperlich belastbar und gut in Mathe sein. Das Praktikum hat mir geholfen, weil ich festgestellt habe, dass ich belastbar bin und neue Dinge über Heizungen erfahren habe. Ich weiß noch nicht, ob ich den Beruf ausführen werde, mich interessieren auch die Berufe des Schreiners und des Elektroinstallateurs.

 

Nico Bender

 

 

 

Mein Praktikumsplatz

 

Ich arbeite seit dem 05.09.2012 beim Forstbetrieb Joachim Koch.

Meine Arbeitszeiten sind von 7:00 bis 15.00 Uhr.

Der Chef ist Joachim Koch, der Betrieb besteht seit 30 Jahren.

In meinem Beruf Forstwirt musste ich bisher die Wälder durchforsten oder Straßenfällungen und Spezialfällungen durchführen.

Mein Tag läuft meistens so ab, dass ich am Morgen zu meinem Chef laufe, dann fahren wir zu unserem jeweiligen Arbeitsort.

Dort erledigen wir den Auftrag, der uns vom Förster gegeben wurde.

Ich habe mir diesen Beruf ausgesucht, weil ich mich dafür interessiere.

Für diesen Beruf muss man folgende Eigenschaften haben: Man muss

Durchstehvermögen haben, gut in Mathematik sein, teamfähig und

hilfsbereit sein.

Ich habe außerdem einen Ausbildungsplatz angeboten bekommen, den ich annehmen werde.

 

 

Florian Urschel

 

 

 

 

Mein Praktikumsplatz - Schuljahr 2012-2013

 

 

Ich mache mein Praktikum im Kindergarten in der Reha-Westpfalz in Landstuhl. Dort arbeite ich schon ein ganzes Jahr immer einmal in der Woche in der Giraffengruppe. Ich werde von Ellen Havel betreut, sie ist auch gleichzeitig die Gruppenleiterin. Außerdem arbeiten in der Gruppe noch eine Erzieherin und zwei Praktikantinnen.

 

In meinem Kindergarten können behinderte und nicht behinderte Kinder zusammen spielen.

 

In meiner Gruppe sind behinderte Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren, sie sind zum Teil schwerst-mehrfach behindert. Diese Kinder müssen beim Essen gefüttert werden. Einige Kinder werden noch gewickelt oder können sich nicht alleine anziehen.

 

 

 

Meine Arbeitszeiten sind von 8.00-14.00 Uhr. Wenn die Kinder schlafen, habe ich Mittagspause. Ein Tag in meinem Praktikum lauft so ab: Morgens holen wir immer die Kinder von den Bussen ab und gehen dann in die Gruppe um einen Sitzkreis zu machen. Im Sitzkreis wünschen wir uns einen „guten Morgen“ und erzählen noch ein bisschen mit den Kindern, was sie Dienstag abends gemacht haben. Außerdem sagen wir ihnen was wer an diesem Tag alles machen. Dann gehen wir frühstücken, die Kinder bringen ihr Frühstück mit. Jede zweite Woche ist Singkreis, da singen und tanzen wir mit der Nachbargruppe, den Wombats. Wenn wir keinen Singkreis haben, spielen und basteln wir. Manchmal wollen die Kinder auch was vorgelesen haben. Wenn wir Singkreis haben gehen wir danach immer in die Spielhalle, das ist ein großer Raum, da können die Kinder mit versch. Fahrzeugen fahren und sich austoben. Nach dem langen Sitzen brauchen die Kinder das. Im dieser Zeit gehe ich mit einem Kind immer den Essenswagen in der Küche holen. Dann richte ich den Tisch, damit wir Mittag essen können. Nachdem Mittagessen gehen die Kinder schlafen, dann habe ich meine Pause. Oft muss ich aber doch auf ein Kind aufpassen weil, es nicht in das Nebenzimmer geht. Wenn sie wach sind, bekommen die Kinder noch ihren Nachtisch und wir spielen noch was. Wenn es warm ist, gehen wir nach draußen und spielen dort.

 

 

 

Mir hat das Praktikum bisher viel gebracht, weil ich jetzt genau weiß, dass ich Erzieherin werden will. Es macht mir sehr viel Spaß mit, den Kindern zu spielen. Ich habe mir diesen Beruf ausgesucht, weil ich gerne mit Kindern spiele, bastle und ich sehe gerne, wie die Kinder lachen und jeden Tag etwas Neues lernen.

 

Chantal Schneider

 

 

 

 

 

 

 

Aufsatz einer Schülerin der neunten Klasse: MEIN PRAKTIKUMSPLATZ

Schuljahr 2009 - 2010

Der Janusz Korczak Kindergarten in Landstuhl, das ist mein jetziger Praktikumsplatz.

Ich habe im ersten Halbjahr im Altersheim in Landstuhl mein Praktikum gemacht. Es war sehr interessant zu wissen, wie man mit älteren Menschen umgeht, aber ich habe schnell gemerkt, dass es nichts für mich ist. Mein Wunsch war es schon immer, mit Kindern zusammen zu sein.

Es ist schön, wie schnell die Kinder lernen. Das ist wie ein Geschenk, zu sehen, wie sie lachen und dir gegenüber Dankbarkeit zeigen.
Meine Chefin, die ist so zuverlässig und vertrauenswürdig. Sie ist immer nett und ganz freundlich zu jedem. Meine Betreuerin Jenny ist meine Vertrauensperson. Man kann auf sie zählen, wenn man sie braucht.
Wir sind 13 Betreuer und 97 Kinder im Betrieb.

Wir haben viele Möglichkeiten zum Spielen für die Kinder und auch die Räumlichkeiten sind vielfältig:
Da gibt es erstens das Büro, dann die Ruheoase von den Kleinen, den Bauraum und den Malraum, die Bewegungsbaustelle, das Bistro, ein großes Bad mit Wickeltisch und Dusche für die Kinder. Es gibt einen Erzieher-WC, einen Nebenraum und die Küche. Im Keller ist ein Personalraum angelegt, ein Nebenraum, der Rollenspielraum, ein Abstellraum, der Kellerraum, ein Putzraum, Waschraum und ein Forscherraum, außerdem ein WC für die Kleinen.

Ich mache verschiedene Dinge, wie im Bistro das Essen für die Kinder vorbereiten, im im Malraum basteln und malen,, in der Ruheoase auf die ganz Kleinen aufpassen und sie beschäftigen, in der Bewegungsbaustelle beim Morgenkreis dabeisein und den Kindern die Möglichkeit bieten, sich auszutoben.
Im Bauraum, da bin ich nur morgens und mittags, wenn wir rausgehen, und im Flur nur dann, wenn es klingelt, um die Tür zu öffnen.
Denn jeder, der in den Kindergarten rein will., muss klingeln. Nur wir können die Tür von innen öffnen.

Ich weiß noch, am ersten Tag hatte ich Probleme mit den Namen von allen Kindern und von den Betreuerinnen. Es waren so viele neue Namen.
Meine Lieblingsbeschäftigung ist es, den Kindern zuzuhören, sie lachen zu sehen und mit ihnen zusammenzusein.

Ich arbeite manchmal mit Esswaren, mit Papier zum Malen, mit Pampers, mit Einmalhandschuhen, mit Zahnbürsten, wenn die Kinder die Zähne putzen sollen.
Ich habe Pause von 12.00 Uhr bis um 13.00 Uhr. Ich esse dort im Kindergarten warm, aber nicht bei den Kindern, sondern im Personalraum.
Ich arbeite von halb acht bis um Viertel vor vier Uhr.
Mir gefällt am Praktikum, dass die Erzieherinnen so intensiv vorgehen und dass ich mit den Kindern zusammen sein darf. Ich fühle mich lebendiger als im Altersheim.
Was ich gelernt habe, ist, dass mit Kindern zu arbeiten mein Berufswunsch ist.

MONIKA ROTH

Bilder aus dem Schuljahr 2009/2010 (Klasse 9V)

 

„Ich gehöre dazu!“ - Ein Jahr Praxistag an der Jakob-Weber Schule

 

„Ich möchte trotzdem am Freitag hingeh´n!“ Das waren die verblüffenden Worte eines Schülers, der am Praxistag teilnahm. Trotz Brückentag, trotz schulfreiem Freitag wollte er zu seiner Praktikumsstelle. Er war kein Einzelfall.

Etliche Schüler fühlten sich derart eingebunden und gebraucht, dass sie das verlängerte Wochenende nicht in Anspruch nehmen wollten.

Elf Schüler der Jakob-Weber-Schule Landstuhl beteiligten sich am Projekt Praxistag. Sie besuchten während des gesamten Schuljahres einen Betrieb ihrer Wahl. Gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin hatten sie sich im Vorfeld über persönliche Stärken, Schwächen, über Erwartungen und Wünsche ausgetauscht, sich über Anforderungsprofile verschiedener Berufsbilder informiert, um schließlich die Wahl zu treffen. Die Vorstellungsgespräche verliefen positiv. Alle machten in der letzten Schulwoche des vergangenen Schuljahres ein Vorpraktikum, um sich der Richtigkeit der eigenen Entscheidung gewiss zu sein. Zu Beginn dieses  Schuljahres schließlich konnte jeder starten, gespannt auf das Neue, aber angstfrei, mit der Sicherheit, etwas individuell Passendes  gewählt zu haben.

Jeden Schulfreitag zumindest tauschte jeder Schüler dieser neunten Klasse den Schonraum Schule mit dem wirklichen Leben. Der am Freitag versäumte Unterricht wurde jeden Montagnachmittag nachgeholt. Das war unschwer möglich, weil die Schule Ganztagsschule ist. Übers Wochenende fertigten die Schülerinnen und Schüler Praktikumsberichte an, die montags morgens im Plenum der Klasse vorgestellt werden konnten. Probleme konnten angesprochen und diskutiert werden.

Natürlich tauchten sie auf, diese Probleme, fachliche Probleme bei der Bewältigung des Berufsalltags, Probleme im sozialen Miteinander mit Kollegen im Betrieb oder auch im persönlichen Umfeld. Aber - diese kleinen oder größeren Handicaps konnten angesprochen und gemeinsam geschultert werden. Es fand sich zum Glück immer eine akzeptable Lösung.

Es war ein lebendiger, lebensnaher Deutsch- und Arbeitslehreunterricht. Die Kommunikationsfähigkeit wurde geschult, die mündliche wie schriftliche Ausdrucksfähigkeit, Rechtschreibfähigkeit und Lesefähigkeit. Die Motivation, sich gegenseitig zuzuhören, sich ernst zu nehmen und sich gegenseitig zu unterstützen, war von Anfang an hoch.

Die Betreuer in den Betrieben leisteten perfekte Arbeit. Sie waren immer bereit zur Kooperation, gingen auf ihre Schützlinge ein und behielten dennoch konsequent die Einhaltung der Arbeitstugenden mit im Blick. Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit waren ein unbestrittenes Muss. Und die Teamfähigkeit wurde gelebt, jeden Freitag von neuem.

Ein ganzes Jahr durchzustehen ist keine leichte Sache. Ein Schüler hat sein Praktikum fünf Wochen verfrüht abgebrochen. Leider. Zwei haben das Berufsfeld gewechselt. Alle anderen haben durchgehalten. Und nicht nur das. Sie haben sich in ihrem Betrieb für einen Ferienjob angemeldet. Sie gehören dazu.

Die Arbeit hat sich gelohnt!

Ein dickes Dankeschön an alle Betriebe, die unsere Praktikantinnen und Praktikanten betreut haben.

(Zeitungsartikel von Margit Cassel, Klassenleiterin der Klasse 9V)

 

 

Praxistag - Ein herzliches Dankeschön an Frau Thum


Sommer 2010. Für 11 Schüler der Jakob-Weber-Schule endet zugleich ein Projekt, das schon im vergangenen Schuljahr in seinen Vorbereitungen angelaufen war: der Praxistag. Allein drei von diesen elf Schülern wurden im Kaufland Landstuhl betreut.

Frau Thum war als Leiterin der Non-Food Abteilung die direkte Ansprechpartnerin. Und die vielen Mitarbeiter in ihrem Team führten ihren zuwendenden Stil fort. Auch sie waren stets zur Mithilfe bereit.

Obwohl der Anfang mit nur einem Schüler alles andere als unproblematisch war, hatte Frau Thum stets ein offenes Ohr, zeigte sich sehr kooperativ und anstrengungsbereit, den jungen Mann in richtige Bahnen zu lenken. Der stetig wachsende Erfolg gab ihr Recht. Deshalb war sie bereit, zwei weitere Schüler von uns als Praktikanten einzustellen. Und es hat sich gelohnt! Alle drei sind zu äußerst zuverlässigen Mitarbeitern geworden, die sich wünschten, das Jahr wäre noch nicht vorbei.

Dieser außerschulische Erfolg hat zudem sichtlich auch die Motivation der Schüler für Schule gestärkt, ihre Anstrengungsbereitschaft, ihre Ausdauer, ihr Durchhaltevermögen fürs Lernen.

Das Ziel des Praxistages ist also für diese drei jungen Menschen erreicht.

Im Gespräch mit der Klassenlehrerin bot Frau Thum an, den Großbetrieb Kaufland allen Schülern der Klasse vorzustellen. Zusammen mit ihren drei Praktikanten bereitete sie diese Informationsveranstaltung intensiv vor, so dass der Besuch in der Schule zu einer sehr interessanten, kurzweiligen Fortbildung wurde:

Sie zeigte den Schülern und auch den beiden Lehrern, die der Veranstaltung beiwohnen konnten, wie vielfältig der Betrieb Kaufland ist, welche große Fülle an Ausbildungsmöglichkeiten das Kaufhaus bietet.

Aus ihren Ausführungen lernten wir ungeahnte Dimensionen eines solchen Betriebes kennen, auch das Wirken „hinter den Kulissen“, die Probleme, die täglich anders anfallen und spontan behoben werden wollen.

Pädagogisch geschickt wurden Bilder eingesetzt, die fehlerhaftes Verhalten von Angestellten aufzeigen sollten. Die Schüler waren aufgefordert, diese Fehler aufzuspüren. Und sie fanden sie: Dosen unterm Regal, falsch einsortierte Ware, eine am Regal stehengebliebene Leiter als unfallträchtiges Moment für die Kunden.

Die Schüler erfuhren ganz nebenbei, worauf schon bei einer Bewerbung Wert gelegt wird und  welche Qualifikationen für den Auszubildenden unabdingbar sind: Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, ordentliche Erscheinung, Durchhaltevermögen, Teamfähigkeit, Flexibilität, korrektes, verantwortungsbewusstes, zielstrebiges Arbeiten und vor allem Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft gegenüber dem Kunden. All diese Tugenden wurden über eingängige Beispiele erfahren.

Das Experiment ist offensichtlich gelungen – für alle Beteiligten. Verantwortungsvolle Betreuer in den Betrieben sind eine tragende Säule der Gesellschaft. Sie machen jungen Menschen Mut fürs Leben.

 

Margit Cassel

Klassenlehrerin der Klasse 9v der Jakob-Weber-Schule, Landstuhl